Sammlung aus
Städtereinigung
und Entsorgung

Die Erkenntnisse der Vergangenheit für die Gestaltung der Zukunft nutzen - dafür wurde SASE gegründet.

Die Sammlung aus Städtereinigung und Abfallentsorgung hat sich die Aufgabe gestellt, Notwendigkeiten und Entwicklungen in den Bereichen Abfallsammlung, Abfalltransport, Straßenreinigung, Kanaldienste und Materialwirtschaft zu dokumentieren. Die Darstellung der Technik, der Organisation und die Veränderung der Arbeitsabläufe ist ebenso Ziel wie das Herausarbeiten der Einflussfaktoren aus Politik, Recht, Gesellschaft und Stadtentwicklung. Über 40 historische Fahrzeuge, diverse Funktionsmodelle, Installationen und multimediale Elemente zeichnen in mehreren Ausstellungseinheiten auf 1800 m2 Fläche die wechselvolle Geschichte der Entsorgungswirtschaft in Deutschland nach 1900.

Ohne eine funktionsfähige Städtereinigung und Entsorgung ist keine moderne Stadtzivilisation möglich. Bedingt durch hygienische und gesundheitliche - sonst würden Seuchen wie Tuberkulose und Cholera ausbrechen - aber auch ästhetische Anforderungen, sind sie eine zwingende Notwendigkeit.
Zur Darstellung dieser enormen Bedeutung wird ein Bogen zwischen Gestern, Heute und Morgen geschlagen, da Städtereinigung und Entsorgung nicht aus dem Nichts kommen, sondern die Stadt als Lebensbereich des Menschen kontinuierlich begleitet haben und begleiten werden. Eine moderne Entsorgungswirtschaft existiert überhaupt erst seit etwa 100 Jahren!
Gerade in den letzten Jahrzehnten haben sich die Technik, das Aufgabenfeld und die organisatorische Form der Städtereinigung und der Entsorgungswirtschaft stürmisch entwickelt. Dieser Prozess ist in diesem Umfang weder dokumentiert noch wissenschaftlich aufbereitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Ausstellungsstruktur



Studiensammlung



Die wichtigsten Aufgaben der SASE sind die Information der Öffentlichkeit und die praxisorientierte Aus- und Weiterbildung. Bewusst haben die Initiatoren der SASE daher kein Museum geplant, sondern eine technische Studiensammlung mit dem angeschlossenen zentralen Archiv der Städtereinigung. SASE stellt sich damit bewusst in den Mittelpunkt der aktiven Begegnung, um vor dem Hintergrund der Geschichte die Zukunft der Städtereinigung mit zu gestalten.

Ziele der Gründerväter



Die Ziele der Gründerväter sind:
»  Aufbau eines Zentrums für die praxisorientierte Aus- und
    Weiterbildung
»  Aufbau eines branchen- und firmenübergreifenden Treffpunktes für
    alle aktiven / "echten" Städtereiniger und Umweltschützer
»  Qualifizierte Information für Politik, Verwaltung, Schulen,
    Hochschulen und Öffentlichkeit aus der Branche heraus
    (Umweltbildung und Umwelterziehung)
»  Sicherung und Darstellung von praxisorientiertem Basiswissen mit
    aktuellem Bezug

Finanzierung - Förderer - Sponsoren



Die SASE finanziert sich durch Geld- und Sachspenden der Gesellschafter und Firmen aus der Entsorgungsbranche, durch die Vermietung von Ausstellungs- und Präsentationsflächen sowie durch die Eigenleistung bei Veranstaltungen und Servicetätigkeiten. Auch der Freundeskreis der SASE unterstützt ihre gemeinnützige Arbeit mit finanziellen Zuschüssen.

Die Sachspenden wie Fahrzeuge, Exponate oder schriftliches Material aus Firmen- und Privatarchiven tragen somit zum Aufbau von Bibliothek, Archiv und Ausstellung bei.

Die Dauerausstellung "Meine Stadt soll sauber sein! - Perspektiven des urbanen Umweltschutzes" wurde in erheblichem Umfang durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanziell gefördert.

Ausstellungselemente



Stadtentwicklung ab 1900
Drehtrommelmüllwagen, Bj. 1935
Wohnküche, 1920er Jahre
Schneckenmüllwagen, Bj. 1955
Modell der Rauchgaswäsche, Müllheizkraftwerk Iserlohn